Mein Jahr als quasi-Zivi in Nottingham, England

Erste Schritte

Nach einer recht erholsamen Nacht (verglichen mit dem Sekundenschlaf im Bus) stehe ich am Sonntagmorgen um 7.00 Uhr auf um mich auf meinen ersten Tag in Skylarks vorzubereiten. In der Lounge bekommen wir Vollys noch einige Hinweise von Poppy, eine der Krankenschwestern, die so gute Laune hat wie ich es noch nie bei einem Menschen erlebt habe. Mein erster Eindruck sie sei der Sonnenschein des Hauses, sollte sich bestaetigen. Um 8.00 Uhr betrete ich das Zimmer meines Morning Guest, dem ich in dieser Woche jeden Tag beim Aufstehen helfen werde. Im ersten Moment etwas ueberfordert, legt sich meine Aufregung jedoch recht schnell als ich ihm einfach zuhoere, was er wuenscht und wie ich ihm helfen kann. Er weiss es selbst gut genug und ist zum Glueck auch recht eigenstaendig. Ich bringe ihn in seinem Rollstuhl zum Fruehstueck. Mein erstes richtiges englisches Fruehstueck geniesse ich zwar, da ein grosses Angebot besteht und ich mit allen Gaesten und Volunteers zusammen an grossen Tischen esse, doch ich muss feststellen, dass es recht fettig ist. Jeden Tag kann ich das nicht essen, aber es gibt ja noch Joghurt, Cornflakes und Toast. Nach dem Fruehstueck puzzeln wir in der Lounge und unterhalten uns. Zum Mittag und Abendessen helfe ich ihm und anderen Gaesten bei allem, was sie brauchen, seien es Dinge aus ihrem Zimmer oder ihnen etwas zu trinken zu bringen. Eins steht nach dem ersten Tag fest: Das Essen schmeckt, ist reichhaltig und abwechslungsreich. Besonders das Dessert hats mir angetan. In meiner freien Zeit unterhalte ich mich mit anderen Volunteers, gehe schwimmen oder schaue mir die naehere Umgebung an. Es ist sehr laendlich hier und nahbei befindet sich ein See mit einem Pfad drumherum, wo man super joggen kann. Doch die naechsten Geschaefte sind nur 5 Minuten Fussweg entfernt. Bis nach Nottingham City Centre sind es gute 15 Minuten mit dem Bus. Die meisten Volunteers kommen aus Suedkorea. Die zweitgroesste Partei bilden die Deutschen. Demnach gibt es zwei groessere Gemeinschaftszimmer, die German flat sowie Korean flat genannt werden und mit einer eigenen Kueche ausgestattet sind. Hier finden regelmaessig Parties unter den Vollys statt. Die Aufenthaltsdauer der Vollys ist ganz unterschiedlich und reicht von einigen Wochen ueber mehrere Monate bis zu einem Jahr. Als ich den Tag nachts im Bett revue passieren lasse, stelle ich fest, wie viel ich schon erlebt habe. Die Zeit verging schnell, auch wenn es sehr anstrengend war, da es immer einen Gast gibt, der Hilfe benoetigt. Mein neues Zuhause gefaellt mir bisher sehr gut.

21.7.08 19:13

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